Um Ihnen die vielen Schönheiten unserer einzigartigen Natur näher zu bringen haben wir in den letzten Jahren mehrere Wanderwege zu den schönsten Plätzen angelegt. Die meisten sind familienfreundlich, aber besonders die Wanderwege mit hohen Steigungen können nur von erfahrenen Wanderern bewältigt werden.
Je nach Ihren Ansprüchen informieren wir Sie gerne vor Ort, welche Wanderroute für Sie die geeignetste wäre.

Bei Bedarf sind wir mit dabei und führen Sie. Dafür stellen wir Ihnen einen erfahrenen Inspektor zur Seite, der einiges über die dortige Natur, deren Menschen und das Leben auf Kamtschatka erzählt.

Derzeit führen elf Hauptpfade durch den Bystrinsky Park:

  1. „Beliye Skaly“ („Weiße Felsen“),ein Tag, nicht bewertet

Diese Tour kann man zu Fuß, auf dem Pferd oder mit einem Geländewagen zurücklegen. In eine Richtung sind es sechs Kilometer. Die Weißen Felsen liegen im Tal des Uksichan Flusses, sechs Kilometer vom Dorf Esso entfernt. Es ist keine spezielle Vorbereitung nötig, um die Felsen zu erklimmen. Eine spektakuläre Sicht erwartet sie!

  1. „Tupikin Kljutch“ („Tupikin Quelle“), ein Tag, nicht bewertet

Diese Tour ist zu Pferd, mit dem Geländewagen oder zu Fuß zurückzulegen. In eine Richtung sind es fünf Kilometer. Am Weg entlang befinden sich drei Unterstände mit Feuerplätzen. Auf halber Strecke liegt ein Aussichtspunkt, der einem freie Sicht auf das Dorf Esso gewährt. Der Weg führt durch einen weiten Koniferen-Wald. Im Juni wächst hier viel wilder Knoblauch, in den Monaten August und September lassen sich Blaubeere, Vogelbeere and Kiefernnüsse sammeln. Unterwegs kann der Besucher Kuckuck, Schneehuhn, Moorhuhn, Eichhörnchen und andere, kleine Vögel und Tiere entdecken. Es kann sogar einmal ein Bär oder ein Zobel den Weg kreuzen. Das Wichtigste ist stets, sich ruhig zu verhalten und seine Umgebung zu beobachten.

  1. „Vulkaschiki“, ein bis zwei Tage, nicht bewertet

Diese Tour kann man zu Fuß, mit dem Pferd oder mit einem Geländewagen bestreiten. 28 Kilometer sind es in eine Richtung. Die Wanderung zu Fuß kann in durchschnittlich fünf bis sieben Stunden absolviert werden, mit dem Geländewagen dauert die Tour zwei bis drei Stunden. Der Pfad führt von Esso aus über ein vulkanisches Plateau. Hier gibt es Lava- und Schlackekegel, welche im Allgemeinen „Vulkaschiki“ genannt werden, zu entdecken. Von der vulkanischen Hochebene aus kann man mehrer Vulkane gleichzeitig bestaunen: der größte noch aktive Vulkan Eurasiens, Klyuschevskaya Sopka (4850m), der inaktive Vulkan Ostryi Tolbaschik (3642m), der aktive Vulkan Ploskii Tolbaschik (3082m), der aktive Vulkan Ichinsky und der inaktive Uksichansky Vulkan. Am Ende des Pfades erwartet die Gäste ein kleiner Container mit Ofen und Schlafplätzen für zwei bis drei Personen. Eine Quelle mit frischem Trinkwasser ist in der Nähe.
Es ist wichtig, warme und winddichte Kleidung mitzunehmen, da sowohl auf dem Plateau als auch am Ende beim Container ein steter, kräftiger Wind weht.
Im Winter bietet sich auch ein Schneemobil für diese Tour an.

  1. „See Ikar“, ein Tag, nicht bewertet

Die acht Kilometer lange Tour zum Ikar lässt sich wunderbar zu Fuß bewältigen, mit dem Pferd und dem Geländewagen ist es aber auch möglich. Dieser Weg bietet viel Interessantes für Botaniker und Ornithologen.
Die Wanderung führt entlang eines Forstweges, welcher zu einem ökologischen Lehrpfad ausgebaut wurde. Dort gibt es für jeden Lehrreiches über den Wald zu entdecken (so zum Beispiel ein Dendrophon). Unterwegs laden drei Unterstände zu Pausen ein. Vier Kilometer vom Dorf Esso entfernt, muss der Wanderer den Bergfluß Olengende via eine abenteuerliche Brücke queren. Ziel ist ein 18m tiefer See, welcher 12m über dem nahe gelegenen Bystraya-Kozyrevskaya Fluss liegt.

  1. „See Galyamaki“, fünf Tage, nicht bewertet

Die 35 Kilometer in eine Richtung lassen sich zu Fuß oder auf dem Rücken der Pferde zurücklegen. Die Tour startet in Esso und führt zunächst zum Kozyrevsky Pass; die erste Übernachtung ist im Zelt. Der zweite Tag führt zum See Galyamaki, wo ein Basis-Camp zur Rast einlädt. Neben dem Genießen der Natur kann man sein Glück im Fischen versuchen. Zumeist beißt Schmerle an, von der es fünf Unterarten im See gibt. Am dritten Tag können die Wanderer zu individuellen Touren rund um den See aufbrechen. Ein Pfad entlang des Burnyi Flusstales führt zu schönen Seen und Plateaus. Der vierte und fünfte Tag führen zurück zum Ausgangsort Esso.
Unterwegs stehen drei Unterstände entlang des Pfades verteilt. Auf der Wanderung eröffnen sich dem Besucher großartige Aussichten auf den einstigen Dygeren-Olengende Vulkan und auf die Schernyi Zamok Kliffe (Schwarzes Schloss). Außerdem laden die heißen Manmannaya Quellen, welche an einem Arm des Kozyrevka Flusses liegen, zum Baden ein.

  1. „Dygeren-Olengende Vulkan“, drei Tage, nicht bewertet

„Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde“. Probieren Sie die Tour mit dem Pferd oder zu Fuß, 18 Kilometer sind es in eine Richtung. Der Vulkan ragt 1920m in die Höhe; von der Spitze hat man einen grandiosen Blick auf das ganze Dorf Esso. Geologen zu Folge liegt Esso in einem ehemaligen Krater und der Dygeren-Olengende Vulkan ist Teil der Kraterwand. Steht man auf der Spitze, möchte man dieser Hypothese Glauben schenken…
Der Pfad beginnt in Esso und führt zum Fuße des Vulkanes, wo ein kleines Camp steht. Bergsteiger können den Dygeren-Olengende Vulkan erklimmen und dann nach Esso zurückkehren.
Drei Rastplätze stehen unterwegs bereit für ein Päuschen. Auf der Tour durchquert man alle Vegetationszonen, von Pappelwäldern in Überflutungszonen der Bystraya über Koniferen-Lerchen-Wälder und dichten Zedern- and Erlengehölzen, bis hin zu Bergwiesen und alluvialen Ablagerungen.

  1. „Ichinsky Vulkan“, acht bis zehn Tage, für Touristen mit Kletter-Erfahrung

Zu Fuß, mit dem Pferd oder Geländewagen lassen sich die 80 Kilometer zum Vulkan bewältigen. Der Ichinsky Vulkan ist der einzige noch aktive Vulkan der Sredinnyi Gebirsgkette. Mit einer Höhe von 3621m ist er sogar vom Ochotskischen Meer aus sichtbar. Die anspruchsvolle Wanderroute führt zu einem Ort aktueller Vergletscherung. Besuchern bietet die Tour einmalige Blicke auf Berglandschaften , den bunt leuchtenden Bergwiesen und milchig-weiße Flüsse. Hier ist auch die Grenze der Wasserscheide. Im Abstand von 200m liegen die Einzugsbereiche zweier Flüsse: die Bystraya-Kozyrevskaya fließt in den pazifischen Ozean, die Bystraya-Khairyuzovaya strömt dem Ochotskischen Meer entgegen.
Start ist in Esso, ein erstes Mittagessen gibt es nach 12km im Demchikansky Kardon; nach der Überquerung der Bystraya wird ein Camp an der Mündung des Oemtevlan Baches, 25km von Esso entfernt, aufgebaut. Am nächsten Tag führt der Weg zum Okura Fluss (40km); nach einer Mittagspause wird eine Furt am Bystraya-Kozyrevskaya Fluss aufgesucht (60km). Der dritte Tag führt zum Fuße des Ichinsky Vulkan, wo ein Basislager errichtet wird. Am vierten Tag wird der Ichinsky Vulkan erklommen. Dann können individuelle Tagestouren zu Wasserfällen und Plateaus angetreten werden. Die verbleibenden drei Tage werden für den Rückweg benötigt.
Sechs Ratsplätze mit Feuerstellen und zwei Ranger-Hütten mit Banja und Funkstation am Anfang und Ende der Tour laden zum Verweilen ein.

  1. „Tscheremschanka“, ein Tag, nicht bewertet

Die fünf Kilometer Tour lässt sich bequem zu Fuß, mit dem Pferd oder einem Geländewagen zurücklegen. Im Juni wächst viel wilder Knoblauch entlang des Weges, in den Monaten August und September lassen sich Beeren und Kiefernnüsse sammeln. Zwei Rastplätze und Jägerhütten bieten einen Ort für Pausen. Im Winter wird der Weg zur Skipiste, welche gerne von alpinen Skifahrern und Snowboardern genutzt wird.

  1. „Ethnografische Tour“, fünf Tage, nicht bewertet

200km Tour mit dem Helikopter oder einem Geländewagen. Ziel: Das nomadische Camp der Ewenen „Manych“. Hier gibt es Jurten, traditionell mit Weidenrinde bedeckt, und das einfache Leben einer traditionsreichen, historischen, lokalen Kultur zu entdecken. Für all jene, die mehr über das Leben der indigenen Bevölkerung wissen wollen, als ihnen das Museum in Esso bieten kann.
Tour-Ablauf:
Start in Esso, Übernachtung in der Dalnii Ranger-Hütte. Weiter am nächsten Tag: Mittagessen am Oblukovina Fluss, Übernachtung nahe der traditionellen Siedlung Shanuch. Am dritten Tag Wanderung zum Camp Manych, dort traditionelle, ewenische Küche. Vierter und fünfter Tag: Rückkehr nach Esso mit Übernachtung in der Demchikansky Ranger-Hütte, Banja.

  1. „Tour zu einer Rentierherde“, drei Tage, nicht bewertet

Eine Tour über 50-200km mit dem Helikopter, Geländewagen oder auf dem Pferderücken. Was ist ein Rentier – einfach nur Nahrung oder eine Art zu Leben? Wer folgt wem? Das Rentier dem Menschen oder der Mensch dem Rentier? Finden Sie die Antworten selbst im Bystrinsky Park.
Lecker zubereitetes Rentierfleisch, dazu Suppe, starken Tee und unglaublich schmackhafte Kuchen, gebacken in eisernen Kesseln; Gespräche am knisternden Feuer über das Leben in der wilden Natur; und im Hintergrund das Schnaufen der Rentiere…für einen kurzen Moment taucht man in eine andere Welt einer anderen Zeit ein.

  1. „Ethnografisches Nomaden Camp Menedek“, ein Tag
Menedek ist ein von Ewenen im Jahr 2004 in Anavgai aufgebautes Nomaden Camp. Hier werden das Leben und die Kultur der indigenen Bevölkerung unter freiem Himmel gelebt. Lassen Sie sich von den nomadischen Bauten, den Kunstfertigkeiten und Erlebnissen im Leben der Rentierzüchter verzaubern und lauschen bei einer Tasse heißen Tee den Märchen und Legenden der Korjaken und Ewenen. In den Ferien oder zu speziellen Anlässen präsentiert das Ensemble „Nurgenek“ traditionelle Tänze in nationalen Trachten mit Tambourin und Kehl-Gesang.


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